Montag, 14 August 2017 13:30

Fußbodenheizung - Vor- und Nachteile

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Vor- und Nachteile einer Fußbodenheizung Vor- und Nachteile einer Fußbodenheizung fotolia©photo 5000

Wohlig warm an den Füßen, keine "störenden" Heizkörper - das fällt einem wohl sofort ein, wenn man an Fußbodenheizungen denkt. Aber auch eine etwas träge reagierende Heizleistung, höhere Kosten. Wir möchten hier einmal kurz durchleuchten, was an den gängigen Vorurteilen dran ist.

Vorweg: Eine Flächenheizung - so wird eine Fußbodenheizung genau wie Wand- oder Deckenheizungen genannt - wird immer beliebter. Mittlerweile ist fast jede 2. Heizung in Einfamilienhaus-Neubauten eine Fußbodenheizung. Das mag auch daran liegen, dass der Anteil derer, die sich für Solarkollektoren und Wärmepumpen entscheiden, immer weiter steigt. Eine Fußbodenheizung benötigt eine deutliche geringere Vorlauftemperatur, die von einer Solerthermie auch im Winter durchaus noch erreicht werden kann; für eine Heizanlage mit Radiatoren ist hingegen eine höhere Vorlauftemperatur notwendig. Gut 10% Betriebskosten lassen sich dadurch schon einsparen - ob nun mit oder ohne Solarthermie.

Ein weiterer Vorteil ist, dass eine Fußbodenheizung ihre Wärme großflächig abgibt statt partiell wie ein Radiator. Diese gleichmäßige Wärme wird von vielen als angenehmenr empfunden. Auch benötigt der so beheizte Raum im Schnitt ein bis zwei Grad weniger an Raumtemperatur, da die besonders kälteempfindlichen Füße mit der Fußbodenheizung sozusagen direkten Kontakt haben. Die auch vom Rest des Körpers gefühlte Temperatur ist dabei die gleiche wie die eines mit Radiatoren beheizten Zimmers.

Wurde früher Bauherren, die nicht unbedingt ausschließlich Fliesen verlegen wollten, von Fußbodenheizungen abgeraten, so sind Teppiche, Parkett und Laminat mittlerweise überwiegend kein Hindernis mehr. Auch das ein Grund für die steigende Beliebheit von Flächenheizungen. Beim Kauf oder Aussuchen Ihres Bodenbelags sollten Sie sich die Hölzer/Parkett zeigen lassen, die für eine Verlegung auf Fußbodenheizung geeignet sind. Teppiche, die verlegt werden dürfen, tragen z. B. ein schwarz-weißes Symbol, das eine Heizschlange und drei nach oben weisende Pfeile zeigt. Besonders geeignet wegen ihrer hervorragenden Speicher- und Wärmeleitfähigkeit sind keramische Fliesen und Natursteine aber nach wie vor.

Der Einbau einer Fußbodenheizung lohnt sich jedoch hauptsächlich im Neubau. Da die Heizschlangen inklusive Trittschalldämmung auf dem Rohbeton verlegt werden und der Estrich erst hinterher geschüttet wird, ist umgekehrt der nachträgliche Einbau in einem älteren Gebäude sehr aufwändig und somit kostenintensiv. Außerdem benötigt eine Flächenheizung üblicherweise eine gut gedämmte Umgebung, was im Zweifelsfall bei älteren Häusern noch nicht der Fall ist verglichen mit modernen, die der Energieeinsparverordnung (EnEV) entsprechen. 

Nicht von der Hand weisen lässt sich nach wie vor die trägere Reaktionszeit einer Flächenheizung. Radiatoren reagieren -noch- wesentlich schneller auf veränderte Temperaturen als eine Fußbodenheizung. Bzw. wir bemerken die Reaktion erst um einiges später, da über den Heizschlangen Estrich verlegt ist und dieser die erforderliche Heizwärme erst mit Verzögerung weitergibt. Auch an der Behebung dieses Problems wird gearbeitet.

In den Bereich der Fabeln zu verweisen ist übrigens das Vorurteil, durch eine Fußbodenheizung "Käsefüße" oder Durchblutungsstörungen zu bekommen. Dies ist schlichtweg Unsinn.

Auch die Anschaffungskosten einer Flächenheizung im Vergleich zu Radiatoren liegen nicht mehr viel höher. Rechnen Sie noch die niedrigeren Betriebskosten nach Inbetriebnahme hinzu, dürfte man über kurz oder lang sogar eher Geld sparen.

Planen Sie den Bau eines neuen Hauses? Lassen Sie sich gern von uns beraten, welches Heizsystem Ihnen die meisten Vorteile bietet!

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